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Zusammenfassung GKV Spitzenverband – DiGA Bericht 2023

Die Nutzung von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) ist im Aufwind, wie der DiGA-Report 2023 des Spitzenverbandes Digitale Gesundheitsversorgung e.V. (SVDGV) zeigt. Zwischen Oktober 2020 und September 2023 wurden 374.000 Freischaltcodes eingelöst. Aber nicht nur die Anzahl, sondern auch die von DiGA abgedeckten Indikations­gebiete haben sich in den letzten Jahren erweitert. Zum Zeitpunkt der Auswertung am 30. September 2023 waren 49 DiGA im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgeführt, wobei 24 davon dauerhaft aufgenommen wurden. Für diese DiGA wurde der Nutzen in randomi­sierten kon­trollierten klinischen Studien nach­gewiesen.

  • DiGA werden von Erwachsenen aller Alters­gruppen verwendet, wobei das durchschnittliche Alter 45 Jahre bei Frauen und 47 Jahre bei Männern beträgt. Die höchste Inanspruchnahme ist in der Altergruppe der 50-60 Jährigen. 
  • Frauen nutzen DiGA häufiger als Männer (bis zu 70 %)., besonders für psychische Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten.  Mögliche Gründe hierfür sind, dass einige DiGA ausschließ­lich für Frauen zugelassen sind, sowie die Tatsache, dass manche DiGA für Erkran­kungen zugelassen sind, die häufiger Frauen betreffen bzw. bei denen Frauen häufiger Hilfe aufsuchen als Männer.
  • Hausärzt:innen verschreiben DiGA am häufigsten (39%), gefolgt von Fachärzten für Orthopädie (16%) und HNO (14%).
  • Hausärzt:innen verschreiben zum größten Teil aus Indikationsbereich Stoffwechselkrankheiten (42%), gefolgt von Psychischen Erkrankungen (38%).

Zur vollen Realisierung dieses Potenzials müssen DiGAs an existierende Versorgungsstrukturen anknüpfen. Aktuell sind DiGA allerdings kaum in bestehende Versorgungspfade eingebettet. Darüber hinaus ist der Nutzen von DiGA zu Beginn oft unklar und es besteht Ver­besserungs­potenzial, beispiels­weise bei der Aufklärung der Ärzte­schaft sowie von Patientinnen und Patienten über das DiGA-Angebot oder beim Zugang zu diesen, der vereinfacht und ohne mehr­wöchige Warte­zeiten ermöglicht werden sollte. Die Digitale Patientenhilfe fasst die wichtigsten Informationen zu DiGA zusammen und bietet Ihnen darüber hinaus auch Tipps bei der Verordnung.

Verordnungen je DiGa

Quelle: GKV-Spitzenverband; Stand: 30.09.2023

Verteilung der Verordnungen nach Arztgruppe und DiGA

Quelle: GKV-Spitzenverband; Stand: 30.09.2023